Kilian: "Gleichzeitig leisten die Beschäftigten in 'Mobiler Arbeit' Großes und haben mit dazu getragen, unseren Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Basierend darauf, aber auch auf der Erkenntnis, dass viele Beschäftigte, sobald es die Lage zulässt, auch wieder in Präsenz in den Werken mit ihren Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeiten möchten, haben wir die Betriebsvereinbarung nun weiterentwickelt. Mit dieser Erweiterung schaffen wir zukünftig ein Gleichgewicht zwischen 'Mobiler Arbeit' und der für unsere weitere Transformation unabdingbaren Interaktion im Büro. Daher ist diese Betriebsvereinbarung ein Brückenschlag in die Arbeitswelt der Zukunft." 

Flexibel durch die Krise 

Der stellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzende Gerardo Scarpino betont, bereits die ursprüngliche Vereinbarung aus dem Jahr 2016 sei durch seine Flexibilität verantwortlich dafür gewesen, dass der Konzern gut auf die Corona-Krise reagieren konnte. Aufbauend auf die Erkenntnisse aus der Krise habe man die Betriebsvereinbarung nun entscheidend weiter entwickeln können.

Scarpino: "Der entstehende neue Freiraum gewährleistet, dass die Unternehmensseite mobile Arbeit nicht erzwingen kann. Als Betriebsrat haben wir zudem durchgesetzt, dass alle Beschäftigten weiterhin einen geeigneten Arbeitsplatz im Betrieb behalten. Darüber hinaus werden im Rahmen des Projektes Office 2025 Desk-Sharing-Konzepte getestet. Und wichtig ist nicht zuletzt, dass hybride Formen der Zusammenarbeit im Bürobereich nicht zur Entgrenzung von Arbeit führen."  

Flexible Arbeitsmodelle mit individuellen Lösungen sind bei Volkswagen grundsätzlich nichts neues. So gibt es über das mobile Arbeiten hinaus auch Job Sharing- sowie Sabbatical-Modelle mit Aus-, Gleit-, Teil- oder Pflegezeiten.