An erster Stelle stehen bei so gut wie der Hälfte der Verlage gleichauf die Erweiterung des Content-Angebots sowie die Verbesserung der User Experience. Eine deutlich erhöhte Zahlungsbereitschaft für digitale Inhalte verzeichnen laut der Studie vor allem die Verlagsangebote mit einfachen Bestell- und Bezahlprozessen sowie mit einer stark fachlichen Orientierung.

Neben der vorrangigen Verbesserung der Inhalte und Kundeninteraktion ist der Ausbau der Bezahlmodelle, die Personalisierung von Verlagsinhalten und die Individualisierung der Preise bei vielen Verlagen Gegenstand der Entwicklung. Während bereits 52 Prozent der Verlage ihr Content-Angebot ausgebaut haben, werden personalisierte Inhalte lediglich von 17 Prozent der Häuser angeboten. Um die möglichen Maßnahmen zur Steigerung des Reader Revenue effizient umsetzen zu können, sind bei gut zwei Dritteln der Verlage aber weitere Investitionen in Personal und Technologie notwendig.

Sicherheit wird wichtiger denn je

Und wie sehen die Trends der Zukunft aus? Als besonders bedeutsam beurteilen die Publisher der Studie zufolge in diesem Jahr den demografischen Wandel (76 Prozent /+9 Prozentpunkte ggü. Vorjahr), Nachhaltigkeit (72 Prozent /+8 Prozentpunkte) sowie die Veränderung des Arbeitslebens und der Arbeitseinstellung unter dem Stichwort "New Work" (70 Prozent /+12 Prozentpunkte).

Angesichts zunehmender Cyber-Attacken hat außerdem das Thema Cyber-Security mit 68 Prozent (+20 Prozentpunkte) deutlich an Bedeutung gewonnen und gehört damit zu den für die Unternehmensplanung in den kommenden Jahren relevanten Bereichen. Dazu zählt für 55 Prozent auch die Automatisierung respektive der Einsatz von künstlicher Intelligenz.

"Verlage sollten ihr Portfolio weiter diversifizieren und ihr Geschäft stärker auf direkte Kundenerlöse ausrichten, um Wachstumspotenziale zu erschließen und sich unabhängiger von volatilen Werbeeinnahmen aufzustellen", empfiehlt Markus Kreher, Head of Technology, Media & Telecommunications (TMT) bei KPMG. Die Studienergebnisse sollen vor allem für jene Verlage eine Orientierung sein, "die ihre Umsatzstruktur zukünftig stärker auf direkte Kundenerlöse umbauen wollen."



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde