An einer solchen Kapitulation der EU "vor digitalen Supermonopolen könnten die Mitgliedsstaaten kein Interesse haben", so die Verbände. Wenn der DMA mit Duldung Deutschlands und anderen Mitgliedstaaten so schwach bleibe wie derzeit formuliert, weiter, werde Europa "in der digitalpolitischen Weltordnung endgültig jegliche Macht und Kraft verlieren." Die EU würde ihre Bürger und Unternehmen dem Goodwill US-amerikanischer und mittelfristig eventuell chinesischer Digitalkonzerne aussetzen. Dies habe sogar eine "demokratiegefährdende Dimension".

Deutschland komme hierbei auch eine zentrale Rolle zu, betont Stephan Scherzer, Vizepräsident der EMMA und Hauptgeschäftsführer des VDZ: "Ein Freibrief zu Diskriminierung für Torwächter darf nicht das Vermächtnis der amtierenden Bundesregierung sein. Keinesfalls darf die neue Bundesregierung einen Start mit einer solchen digital- und wirtschaftspolitischen Hypothek dulden."



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde