Doch alles entwickelte sich in den letzten Wochen noch schlimmer: Die Pöbeleien im Netz gegen Lydia wurden hasserfüllter, ständig gab es Konto-Hacks. Ihr Name kostete Lydia zwei Moderatorenjobs, weil sie in Verbindung mit der Serie gebracht wurde: "Ich habe zwei tolle Auftrittsmöglichkeiten verloren, weil man mich nicht mit meinem 'Squid Game'-Attribut einstellen will. Das macht mich jetzt wirklich fertig. Ich schätze, es liegt daran, dass die Serie sehr gewalttätig ist."

Lydia denkt jetzt darüber nach, ob sie ihren in der Szene bekannten Markennamen "SquidGame" nach elf Jahren besser aufgibt: "Wenn man nach mir und meiner Marke sucht, die ich seit über zehn Jahren nutze, bekommt man nur die Fernsehshow."

Noch hat Netflix keine zweite Staffel von "Squid Game" offiziell angekündigt. Doch jeder weiß: Bei so einem großen Erfolg kommt Netflix gar nicht um die Weiterführung der Serie herum. Der Ärger für die arme Lyida dürfte also bald noch größer werden…



Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.