Noch immer gilt WhatsApp nicht als hundertprozentig sicher. Daher überrascht Actons Berufung ein wenig. Immerhin: Der neue Übergangs-CEO verließ öffentlichkeitswirksam WhatsApp, nachdem Mark Zuckerberg ankündigte, die App über Werbung zu finanzieren. Bereits 2018 investierte er 50 Millionen US-Dollar in Signal, er sitzt auch im Aufsichtsrat des Messengers. Außerdem rief Acton 2019 in der Folge des Cambridge-Analytica-Skandals öffentlich dazu auf, Facebook zu löschen. So gesehen sollte seine Distanz zu WhatsApp Signals gutem Ruf nicht schaden, auch wenn ausgerechnet die Nominierung eines Ex-WhatsApp-Gründers überraschend klingt.



Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.